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JÖRG ZINK
Am 22. November 1922 wird Jörg Zink auf dem christlichen
Bruderhof, dem Habertshof bei Schlüchtern geboren.
1925 stirbt seine Mutter, im darauffolgenden Jahr auch
der Vater.
Mit seinen beiden Brüdern wächst er nach dem
Tod der Eltern bei der zweiten Ehefrau des
Vaters in Ulm auf. Dort macht er 1941 sein Abitur an einem
humanistischen Gymnasium.
Noch im selben Jahr geht er als Jagdflieger an die Front;
1945 gerät er in amerikanische Kriegsgefangenschaft.
Nach Kriegsende studiert er Philosophie und Theologie
in Tübingen, unterrichtet wird er u.a. von Eduard
Spranger und Romano Guardini. 1951 schließt er sein
Studium ab und nimmt eine Stelle als Vikar in Stuttgart
an. Ein Jahr zuvor heiratete er.
Mit seiner Frau Heidi, geb. Daur, hat er vier Töchter. |
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seiner Zeit als Lehrbeauftragter am Evangelischen Stift
in Tübingen (1952 bis 1955) erscheint sein
erstes Buch "Würde und Freiheit - Essays".
1955 wird Jörg Zink bei Helmut Thielicke in Hamburg
zum Thema
"Der Kompromiß als ethisches Problem"
promoviert. Die folgenden zwei Jahre verbringt er als
Pfarrer in Esslingen. 1957 bis 1961 arbeitet er als Direktor
des Burkhardthauses in Gelnhausen, einer Jugendzentrale
der EKD, von
der aus er besonders Kontakte zu den evangelischen Kirchen
in der DDR pflegt.
Nächste Station seiner kirchlichen Arbeit ist eine
fast zwanzigjährige Tätigkeit als Fernsehbeauftragter
der Württembergischen Kirche im SDR; mehr als 100mal
hat er in der ARD das "Wort zum Sonntag" gesprochen
und darin Stellung bezogen zu so brisanten Themen wie
dem Gladbecker Geiseldrama.
Seit 1970 bereist er die Länder des Nahen Ostens.
Er produziert Filme über die Religionsgeschichte
und Kultur
in Ägypten, Syrien, Libanon, Türkei, Irak, Iran
und dem griechischen Raum, vor allem aber im heutigen
Israel.
1980 wird Jörg Zink vom Kirchendienst beurlaubt und
ist fortan als freier Publizist tätig. Er gilt als
einer der wichtigsten Sprecher der Friedens- und Ökologiebewegung.
1983 wird er mit dem "Bundesnaturschutz-Preis"
ausgezeichnet. Am 7. November 1996 erhält Jörg
Zink den "Wilhelm-Sebastian-Schmerl-Preis" für
seine Verdienste um die evangelische Publizistik.
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